Agia Galini

Agia Galini ist ein traditionelles Fischerdorf an der Südküste Kretas.

Es liegt 61 Km südöstlich von Rethymno und 68 Km südwestlich von Heraklion entfernt, an der südlichsten Spitze des Libyschen Meeres mit einer Aussicht auf den Golf der Mesara-Ebene.

Das Dorf Agia Galini hält seinen idyllischen Charakter bis heute noch am Leben, da der Besucher die Möglichkeit hat während seines Aufenthaltes zwei verschiedene Landschaften miteinander zu verbinden: nämlich die Berglandschaft und das Meer. Es findet sich dort ein wunderschöner Sandstrand mit kleinen Kieselsteinen und tiefblauem Wasser.

Am Hafen in Agia Galini, genau vor dem Dorf, ankern Freizeit- und Segelboote, welche sich während der Sommermonate regelrecht drängen.

Der Aufbau der Häuser in Agia Galini, der einem Amphitheater gleicht, lässt das Dorf einzigartig erscheinen und bietet eine wundervolle Aussicht auf den Hafen und den Golf der Mesara-Ebene, während gleichzeitig die Aussicht vom Hafen aus auf das Dorf den Besucher beeindruckt.

Agia Galini ist ein sehr gastfreundliches Dorf. Durch einen Spaziergang auf den Straßen, begegnet man den alten Häusern des Dorfes und entdeckt somit die Geschichte des Dorfes. Vor 40 Jahren ist das heute Urlaubsziel ein einfaches Fischerdorf mit fünfhundert Einwohnern gewesen.

In der Region gibt es sehr viele Tavernen und Restaurants. Außer der zentralen Straße mit den touristischen Läden, finden Sie in den kleineren Straßen traditionelle Tavernen mit hausgemachten Gerichten, wo man zu jeder Zeit sicherlich einem Ortsansässigen begegnet, der seinen Snack mit einem Glas Raki genießt. Am Felsen oberhalb des Hafens gibt es viele Restaurants, die eine wunderschöne Aussicht auf den Golf der Mesara-Ebene bieten.

Falls Sie ein Liebhaber der traditionellen Art und Weise des Feierns sind, gibt es einige Tavernen in der Region, in denen traditionelle kretische Livemusik gespielt wird.

NAMENSGEBUNG – HISTORISCHE DATEN

Die heutige Siedlung der Agia Galini ist auf der antiken minoischen Stadt SOYLIA gebaut, welche eine der hundert Städte in Kreta sind, die von Homer beschrieben werden. Es ist ein Anbetungsplatz gewesen, auf dem ein Tempel stand, der der Göttin ARTEMIS gewidmet war. Die Geschichte der Stadt SOYLIA besteht weiterhin bis zum 7ten Jahrhundert, wobei sie von Piraten zerstört wird.

Reste dieser Stadt und des Tempels, wie z.B. Gebäude, Grabstätten, Marmorteile und zwei Granitpfeiler, die bis heute die Kirche des Dorfes schmücken, wurden in Agia Galini gefunden.

Die Bucht der Agia Galini eignete sich zum Ankern der Schiffe, und wurde in den Revolutionen in den Jahren 1821 und 1866 für Ausladung von Munition verwendet. Später, da es der Hafen gewesen ist, der am nahesten an der fruchtbaren und Öl pruduzierenden Region von Ampadia und von Melampes war, wurde er für das Beladen der Schiffe mit Olivenöl verwendet, doch es gab keine Einwohner.

Die Siedlung wurde im Jahr 1884 gegründet, als aus Handelsgründen Gebäude gebaut wurden, Öllager und einige Wohnhäuser.

Mit der Zeit stiegen der Handel und der Export von Olivenöl entscheidend an, und aus diesem Grund wurde dann das Zollamt gegründet. Einige Jahre später (1890) bewohnten ungefähr 20 Einwohner die Siedlung.

Ihren Namen verdankt das Dorf Agia Galini, der Tradition nach, der byzantinischen Kaiserin Evdokia (oder Athenais Tochter des Atheners Philosophen Leontios), welche während ihrer Reise ins Exil nach Afrika einen heftigen Sturm erfuhr. Sie befand sich in der Nähe der antiken Stadt SOYLIA.

Indem sie die Hilfe der Heiligen Jungfrau erbat, befahl sie ihrer Besatzung sich dem Land anzunähern, und versprach dort eine Kirche zu bauen und sie der Heiligen Jungfrau Hagia (heilige) Galini (Ruhe/Ruhestand) zu widmen, falls das Meer sich jetzt beruhigte.

Tatsächlich ankerte das Schiff unverletzt am windlosen Strand des Dorfes, wo sich nie Wellen bilden, und die Kaiserin begann die Kirche zu bauen, die sie PANAGIA (Heilige Jungfrau) Agia Galini benannte und die später zu Agia Galini wurde. In dieser byzantinischen Kirche der Heiligen Jungfrau, welche von außergewöhnlicher Architektur ist, befindet sich die heutige Grabstätte des Dorfes.

IKARUS UND DÄDALUS

In der Agia Galini befindet sich auch die Dädalushöhle, in der sich, dem bekannten Mythos nach, Dädalus vor König Minos versteckte, und von dort aus er es gemeinsam mit seinem Sohn Ikarus schaffte in die Freiheit zu fliegen, indem sie Flügel verwendeten, die mit Wachs zusammengeklebt waren und die Dädalus selbst erfunden hatte.

Der Felsen, den Dädalus und Ikarus als Basis für ihren Flug verwendeten, befindet sich rechts vom Hafen, und schaut auf das Meer, als ob er sich auch heute noch von ihnen während ihrer schicksalhaften Reise verabschieden würde.

An dieser Stelle stehen heute zwei Statuen des Dädalus und Ikarus, die sie während ihrer Vorbereitung kurz vor ihrer Reise abbilden, und die sehr leicht zugänglich für den Besucher sind.

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